Als Eltern stellen sich Ihnen sicherlich viele Fragen, wenn es um die Augen Ihrer Kindern geht. Bereits vor Ihrem Besuch in unserer Sprechstunde Kinder-Augenheilkunde finden Sie hier Antworten auf die häufigsten Fragen.

Häufige Fragen zur Kinder-Augenheilkunde
Ab wann kann mein Kind augenärztlich untersucht werden?
Eine augenärztliche Untersuchung ist in jedem Alter möglich – sogar schon in den ersten Lebenswochen. Auch wenn Ihr Kind noch nicht sprechen kann, ist eine zuverlässige Beurteilung des Sehvermögens möglich.
Kommen Sie also gerne auch schon mit Ihrem Baby oder Kleinkind zu uns in unsere Sprechstunde Kinder-Augenheilkunde – wir nehmen uns die nötige Zeit und sorgen für eine entspannte, kindgerechte Atmosphäre.
Wie oft sollte ich mit meinem Kind zum Augenarzt?
Wir empfehlen, jedes Kind bis zur Einschulung einmal augenärztlich untersuchen zu lassen. So lässt sich sicherstellen, dass unbemerkte Sehprobleme den Schulstart nicht erschweren.
Darüber hinaus sollte bei Kindern eine augenärztliche Untersuchung stattfinden, wenn
- bei den kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen (U-Untersuchungen) Auffälligkeiten festgestellt wurden,
- eine familiäre Vorbelastung (zum Beispiel Schielen, starke Fehlsichtigkeit oder Augenerkrankungen) bekannt ist oder
- Beschwerden auftreten – etwa häufiges Blinzeln oder Kopfschmerzen.
Wie oft eine augenärztliche Kontrolle notwendig ist, richtet sich nach dem individuellen Befund. Sollte eine weiterführende Behandlung oder Verlaufskontrolle nötig sein, besprechen wir gemeinsam, in welchen Abständen eine Vorstellung sinnvoll ist.
Was passiert bei einer Untersuchung mit Augentropfen?
In bestimmten Fällen kann es sinnvoll sein, eine sogenannte Tropfenuntersuchung durchzuführen. Dabei verabreichen wir spezielle Augentropfen (Mydriaticum oder Cyclopentolat), die die Pupille erweitern und die Augenmuskeln für kurze Zeit „entspannen“. So können wir das Auge besonders genau untersuchen und eine Fehlsichtigkeit sicher erkennen.
Die Tropfen benötigen eine gewisse Einwirkzeit – bitte planen Sie deshalb für diesen Termin im Rahmen unserer Sprechstunde Kinder-Augenheilkunde ca. 90 Minuten ein.
Nach der Tropfenuntersuchung ist Ihr Kind für einige Stunden lichtempfindlich und das Sehen kann vorübergehend verschwommen sein. Wir empfehlen daher, eine Sonnenbrille oder eine Kappe mitzubringen – besonders an sonnigen Tagen.
Was muss ich bei der Behandlung mit einem Augenpflaster beachten?
Bei manchen Kindern ist eine sogenannte Okklusionsbehandlung notwendig. Diese Therapie dient dazu, eine Sehschwäche (Amblyopie) eines Auges zu behandeln. Hierbei wird das stärkere Auge mit einem Pflaster abgedeckt, damit das schwächere gezielt trainiert wird. Die Anzahl der Stunden, in denen Ihr Kind das Pflaster tragen soll, legen wir individuell fest. Wichtig ist, dass diese Tragezeit möglichst genau eingehalten wird.
Während Ihr Kind das Augenpflaster trägt, sollte es sich intensiv visuell beschäftigen, zum Beispiel durch Malen, Basteln oder Puzzeln und – falls vorhanden – seine Brille tragen. Die tägliche Tragezeit muss dabei nicht am Stück erfolgen, sondern kann auch über den Tag verteilt werden.
Um die Sehentwicklung regelmäßig zu überprüfen, sind die augenärztlichen Kontrolltermine während der Behandlung besonders wichtig. Natürlich erhalten Sie vor Beginn der Therapie von uns ausführliche Informationen zur Okklusionsbehandlung und Tipps für den Alltag – wir begleiten Sie und Ihr Kind durch diese Zeit.
Mein Kind akzeptiert seine Brille nicht, was kann ich tun?
Dass Kinder eine Brille brauchen, kann in jedem Alter vorkommen – auch schon im Säuglings- oder Kleinkindalter. Für viele Eltern ist das zunächst überraschend, aber tatsächlich ist eine Brille ein wichtiger Baustein für eine gesunde Sehentwicklung. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Ihr Kind die Brille regelmäßig und konsequent trägt.
Trotzdem kommt es häufig vor, dass Kinder ihre Brille anfangs ablehnen. Gerade bei kleineren Kindern wird sie oft eher als Spielzeug wahrgenommen oder einfach wieder abgesetzt, weil das Tragen ungewohnt ist. Eine gewisse Eingewöhnungszeit an das Sehen mit den neuen Brillengläsern ist normal.
Wichtig ist, dass die Brille gut sitzt und dem Kind auch optisch gefällt. Es hilft, gemeinsam ein Gestell auszuwählen – vielleicht in einer Lieblingsfarbe oder mit einem Motiv, welches das Kind mag. Falls Sie unsicher sind, ob mit der Brille alles stimmt, oder wenn sich das Kind dauerhaft gegen das Tragen wehrt, zögern Sie nicht, uns kurzfristig aufzusuchen.
Brauche ich eine Überweisung für einen Termin in der Sprechstunde Kinder-Augenheilkunde?
Ja. Die Überweisung des Kinderarztes / der Kinderärztin gibt uns wichtige Informationen, zum Beispiel ob es besondere / spezielle Fragestellungen gibt. Auch erfahren wir so, ob eine Grunderkrankung des Kindes vorliegt, die es zu beachten gilt.